Der Verein

Chronisten: Mark Unbehend & Pascal Rambaud

Eine bebilderte Geschichte des Baseballsports in St. Ingbert. Wir danken den ehemaligen und aktiven Spielerinnen und Spielern dafür, dass sie den Sport leidenschaftlich und lebendig halten. Devils Go!

Devils-Saison 2013: Gefällt mir!

Die Saison 2013 war aus der Sicht des Herrenteams sehr erfolgreich. Am Ende standen die Devils mit 7 Siegen und nur drei Niederlagen auf dem zweiten Platz in der Landesliga. Dabei stand in dieser Saison der sportliche Ehrgeiz nicht im Vordergrund, sondern die Transformation des Teams zu einem zwar leistungsorientierten Team, das aber zuallererst Spaß am Spiel haben soll. Stammspieler gleich in der ersten Saison wurde Panayot „Pancho“ Zhaltov, der sich mit seiner Erfahrung in der bulgarischen Jugendnationalmannschaft direkt an die leistungsmäßige Spitze der Devils spielte. Sein Kumpel aus Sofia, Danail Trenev, absolvierte während der Saison ein mehrmonatiges Praktikum bei unserem Mutterverein TV St. Ingbert und half währenddessen auch bei den Baseballern aus. Wobei, aushelfen ist etwas untertrieben, da er uns als linkshändiger Pitcher und linkshändiger (!) Catcher bestens unterstütze. Prompt erreichten die beiden Bulgaren nicht nur schöne Homeruns (Danail in seinem letzten At-Bat für die Devils), sondern auch die Plätze zwei und drei in der MVP-Bestenliste und eine Nominierung für das All-Star Team. Für das All-Star Team nominiert wurde auch unser Veteran Mark Unbehend, der nun schon seit 25 Jahren bei den Devils spielt. Respekt. Weitere Top-Spieler waren Eric Trittelvitz mit Walks (1., 9), Stolen Bases (2., 12) und OBA (5., 0,581) und Andreas Zibret, der einen Schlagdurchschnitt von 88,9 % erreichte, als Pitcher und Infielder viel Spielerfahrung sammeln konnte und in der Saison 2014 sicherlich noch stärker spielen wird. Routiniert: Kenny Blake, Eric Trittelvitz und Thomas Morsch. Die meiste Spielzeit als Pitcher hatte Olaf Meyer, der gegen 164 Schlagmänner warf und dabei 12 direkt wieder auf die Bank schickte.
Neben den beiden Niederlagen gegen Dudelange, die einfach unschlagbar waren, kassierten die Devils in Trier eine weitere Niederlage zu Beginn der Saison. Das Rückspiel in St. Ingbert gewannen die Devils jedoch nach einem spannenden Spiel und zeigten damit, dass mit ihnen gegen jede Mannschaft zu rechnen ist.
Für die Saison 2014 wird es schwierig, Prognosen zu treffen. Mit Neustadt und Saarbrücken sind gleich zwei Verbandsligisten abgestiegen (teilweise freiwillig), Saarlouis 2 und Trier sind schlagbar, aber keinesfalls zu unterschätzen. Wahrscheinlich können wir jedes Team schlagen, aber auch von jedem Team geschlagen werden. Gut daran ist, dass wir dadurch eine relativ homogene Liga bekommen, die die Integration der neuen Junioren-Spieler, und das sind wirklich viele, erlaubt. Sportliches Ziel ist daher zunächst die Integration der Neuen, dann erst die sportlichen Erfolge. Sorgen bereitet uns natürlich die rückläufige Tendenz bei den Vereinen. Mit Bous verabschiedet sich nach über 20 Jahren ein Traditionsverein aus der Landesliga. Nicht nur freundschaftlich, sondern auch sportlich ein sehr großer Verlust. Auch Diekirch und Beckerich werden nicht mehr in der offiziellen Liga antreten. Schade.

 Die Damen spielten ihre vorläufig letzte Spielgemeinschaft mit Saarbrücken. Wie es häufig mit Spielgemeinschaften ist, sind die unterschiedlichen Erwartungen der beiden beteiligten Vereine nicht immer leicht miteinander zu vereinbaren. Aus der Sicht der Devils war es sicherlich wichtig, den Damen, für die wir leider noch keine eigene Mannschaft bilden konnten, die Möglichkeit zu geben, Spielerfahrung zu sammeln. Softball ist ja leider auch eine Art Motorsport, wenn man sich die Spielorte anschaut: Bad Homburg, Speyer, Dreieich, Mainz usw. Es kam schon vor, dass die Damen länger unterwegs waren als sie spielten.

Der Vorstand musste die schwierige Entscheidung treffen, wie es für 2014 weitergehen sollte. Nach intensiven Beratungen musste man die schwere Entscheidung treffen, in diesem Jahr nicht am Spielbetrieb teilzunehmen. Der Vorstand sah keine Möglichkeiten mehr, die Vereinsziele in einer Spielgemeinschaft zu erreichen, sondern setzt darauf, künftig ein eigenes Damenteamaufzubauen. Dazu wurde als Trainer Daniel Sünnen eingesetzt, der seit dem letzten Herbst ein regelmäßiges und sehr gut besuchtes Training anbietet. Für die Damen wird eine Form von inoffizieller Liga organisiert werden und sie werden verstärkt mit einigen Herren in der Mixed-Liga spielen.

 Viel Spaß bereitete das Jugendteam. Wir haben mittlerweile so viele Interessenten, dass Jugendcoach Mark Unbehend mit Matze Schappert, G. Michael Klein und anderen mehrere Assistenztrainer engagieren musste. Marks Ansatz sieht vor, dass alle Jugendlichen genügend Spielanteile bekommen. Rein sportliche Ziele sind dabei nicht im Vordergrund, sondern der Spaß der Jugendlichen am Baseball. Und dieses Konzept zahlt sich aus: Trainingscamps, Eis essen und gemeinsames Ballspielen fördern den Zusammenhalt und motivieren das Team zusätzlich. Sage und schreibe 22 Jugendliche hatten Plate Appearances und somit die Chance, das erste Base zu erreichen. Mit dieser Herangehensweise war jedoch auch klar, dass die Devils nicht um die Meisterschaft mitspielen werden. Das war auch nicht das erklärte Ziel. Dennoch gab es einige sehenswerte Spiele mit knappen Niederlagen, aber auch tollen Siegen gegen die Konkurrenten aus Saarbrücken und Kaiserslautern.
Erfreulich beim Jugendteam ist auch die Unterstützung durch die Eltern. Viele von ihnen helfen uns aus bei den Fahrdiensten, beim Catering oder bei Vorstandsaufgaben. Einige Väter haben sogar ihre Freude am Baseball entdeckt und trainieren nun beim Mixed mit. Schon mehr als einmal gab es die Begegnung Vater und Sohn bzw. Mutter und Sohn bzw. Tochter auf dem Spielfeld. Der amerikanische Traum!

Erwähnenswert ist außerdem noch unser Trainingscamp Anfang des Jahres in Nancy, worüber ja schon im letzten Hit’n Run berichtet wurde. 2014 geht es dann über Pfingsten zum Camp nach Metz.